{"id":287178,"date":"2024-08-16T12:01:45","date_gmt":"2024-08-16T10:01:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.onlineshops-finden.de\/nachrichten-online-shop\/?p=287178"},"modified":"2025-01-03T09:43:36","modified_gmt":"2025-01-03T07:43:36","slug":"sommerloch-ohne-schrecken-heisser-tipp-osteuropa-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.onlineshops-finden.de\/nachrichten-online-shop\/sommerloch-ohne-schrecken-heisser-tipp-osteuropa-2-10287178\/","title":{"rendered":"Sommerloch ohne Schrecken: Hei\u00dfer Tipp Osteuropa"},"content":{"rendered":"<p><figure class=\"hammy-responsive alignleft size-full wp-image-287179\" title=\"\"  data-media=\"https:\/\/www.onlineshops-finden.de\/nachrichten-online-shop\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/14-1-e1723802409742.jpg\"><noscript><img src=\"https:\/\/www.onlineshops-finden.de\/nachrichten-online-shop\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/14-1-e1723802409742.jpg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"300\" height=\"200\"><\/noscript><\/figure>Expansion ist eine der Methoden, um sommerlichen Umsatzflauten zu begegnen. Die M\u00e4rkte in Osteuropa werden dabei oft vernachl\u00e4ssigt. Ein Fehler, wei\u00df Sara Piacquadio von Packeta.<br \/>\nDer E-Commerce muss sich dem Problem regelm\u00e4\u00dfig stellen. Jahr f\u00fcr Jahr verreisen Kunden in den Sommermonaten, treffen Freunde zum Grillen, legen sich an den Baggersee \u2013 und haben weniger Zeit und Lust im Internet nach Waren und Dienstleistungen zu st\u00f6bern. Obendrein ist ihr Budget dann f\u00fcr Saisonales reserviert: Urlaube, Badeanz\u00fcge, Sonnenbrillen und \u00e4hnliche Dinge haben Vorrang. Online-H\u00e4ndler, die das nicht anbieten, bekommen in dieser Zeit Probleme, ihr Umsatzvolumen zu halten.<!--more--><br \/>\nDie Strategien dagegen sind bekannt. Sie reichen von der Erweiterung der Kan\u00e4le im Sinne eines Omnichannel-Konzepts \u00fcber den Ausbau der Produktpalette und die Organisation von Sales-Aktionen bis zur Veranstaltung von Wettbewerben und Challenges. Besonders lohnend ist jedoch die Expansion in L\u00e4nder, die man bislang nicht auf dem Schirm hatte. Welche das sein k\u00f6nnen, zeigt sich beispielsweise bei einem Blick auf eine aktuelle Studie der Marktforscher von Forrester. (<noindex><a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/www.forrester.com\/blogs\/global-retail-e-commerce-sales-will-reach-6-8-trillion-by-2028\/\"  >https:\/\/www.forrester.com\/blogs\/global-retail-e-commerce-sales-will-reach-6-8-trillion-by-2028\/<\/a><\/noindex>)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00dcberdurchschnittliche Dynamik<\/p>\n<p>Die Erhebung demonstriert, dass die aufstrebenden L\u00e4nder Osteuropas zwar wirtschaftlich st\u00e4rker wachsen als jene im Westen, jedoch in puncto Online-Einzelhandel weit weniger ges\u00e4ttigt sind. Demnach existiert dort ein betr\u00e4chtliches Steigerungspotenzial. W\u00e4hrend der E-Commerce vergangenes Jahr in Westeuropa rund 508 Milliarden Dollar umsetzte und laut Prognose im Jahr 2028 bei 773 Milliarden Dollar angelangt sein wird, sollen die Ums\u00e4tze der f\u00fchrenden osteurop\u00e4ischen L\u00e4nder \u2013 Russland, Polen, Tschechien, Rum\u00e4nien und Ungarn \u2013 im gleichen Zeitraum von 72 Milliarden Dollar auf satte 126 Milliarden anwachsen. In Osteuropa sind das also 75 Prozent im Gegensatz zu 52 Prozent in Westeuropa.<br \/>\nDie Zahlen des Statistischen Bundesamtes unterstreichen diese Erwartung. (https:\/\/www.destatis.de\/Europa\/DE\/Thema\/Basistabelle\/Allgemeines-Regionales.html) Kommen L\u00e4nder wie Deutschland und die Niederlande auf eine Onlineshopperquote von 77 und sogar 92 Prozent, kaufen in Polen derzeit lediglich 64 Prozent und in Rum\u00e4nien nur jeder Zweite im Internet ein. Bedenkt man den prognostizierten Anstieg des polnischen BIP bis 2029 um 25,92 Prozent auf 1,1 Billionen US-Dollar, liegen die Wachstumschancen auf der Hand. Entsprechend soll der Online-Handel im gr\u00f6\u00dften Logistikmarkt Osteuropas laut PwC bis 2026 um 60 Prozent nach oben klettern. Zum Vergleich: Weltweit erwartet das Marktforschungsunternehmen e-marketer eine Zunahme des E-Commerce um 42 Prozent. Doch auch anderen M\u00e4rkten Mittel- und Osteuropas wird eine Dynamik deutlich \u00fcber dem Schnitt vorhergesagt.<br \/>\nVorliebe f\u00fcr Out-of-Home-Delivery<br \/>\nKluge Online-Shops nehmen diesen Wirtschaftsraum zunehmend in den Blick, um ihre bislang westorientierten Ums\u00e4tze nicht nur in Zeiten des Sommerlochs zu stabilisieren und sich mit mehr unternehmerischem Spielraum auszustatten. Kaufland expandierte zum Beispiel innerhalb der vergangenen zwei Jahre nach Tschechien und die Slowakei und ist gerade dabei, das auch nach Polen zu tun. Schlie\u00dflich handelt es sich um eine Region mit gro\u00dfen Chancen und vielen Besonderheiten, die sich zuweilen gegenseitig bedingen.<br \/>\nSo kommt etwa die Pick-up-Point beziehungsweise Locker-Zustellung in den M\u00e4rkten Osteuropas signifikant besser an als in Deutschland und seinen westlichen Nachbarstaaten. Ihre beiden wichtigen Vertreter Polen und Tschechien haben beispielsweise innerhalb der Europ\u00e4ischen Union inklusive Gro\u00dfbritannien die mit Abstand meisten Zustellm\u00f6glichkeiten im Sinne einer Out-of-Home-Delivery pro 10.000 Einwohner zu bieten. <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gute Argumente f\u00fcr mehr Chancen<\/p>\n<p>Der Vorteil ist bestechend: Die Versandkosten sind vor allem durch die beliebte Out of Home Zustellung im osteurop\u00e4ischen Raum deutlich niedriger. Das f\u00fchrt dazu, dass Waren etwa nach Tschechien zu ungef\u00e4hr den gleichen Kosten geliefert werden k\u00f6nnen wie an deutsche Kunden. Mittlerweile zieht auch der damit in Zusammenhang stehende Faktor Nachhaltigkeit immer besser. Beides zusammen ergibt ein klares Argument f\u00fcr die Expansion nach Osten.<br \/>\nEin weiteres besteht in der wesentlich niedrigeren Retourenquote. Neben einem anderen Mindset, das R\u00fccksendungen als klare Ausnahmef\u00e4lle definiert, ist der Grund daf\u00fcr, dass Amazon diese M\u00e4rkte noch nicht so durchdrungen hat wie den Westen. Anders als in Deutschland, wo im Fashionsektor bis zu 30 Prozent der Produkte zur\u00fcckgehen, liegt die Retourenquote auf dem Feld der Modeartikel in Polen und Tschechien bei \u00fcberschaubaren 15 Prozent. Das schw\u00e4chere R\u00fcckgaberecht in diesen L\u00e4ndern tut sein \u00dcbriges.<br \/>\nCEE-Staaten als Challenge<br \/>\nDie Eigenarten bei der Bezahlung hingegen geh\u00f6ren eindeutig zu den Herausforderungen des E-Commerce \u00f6stlich der Oder. Vor allem die Vorliebe f\u00fcr die Nachnahme ist dort notorisch \u2013 diverse L\u00e4nder begleichen ihre Rechnungen zur H\u00e4lfte auf diese Weise. Deutsche Online-H\u00e4ndler m\u00fcssen also beim Cross-Border-Selling in diese Richtung oftmals ihre Check-outs \u00e4ndern. Und nicht nur das. Sie m\u00fcssen sich auch auf relativ viele, auf engem Raum variierende Sprachen einstellen, was auch bedeutet, dass die Bev\u00f6lkerungszahlen nicht sonderlich hoch sind: Statt um knapp 70 Millionen potenzielle Kunden wie in Frankreich geht es bei den CEE-L\u00e4ndern oft nur um jeweils f\u00fcnf oder zehn Millionen Einwohner, die f\u00fcr Web-Shops \u00e4hnlich viel Arbeit bedeuten wie die Gro\u00dfen.<br \/>\nSind die Expansionsaussichten in den Osten f\u00fcr deutsche Unternehmen angesichts solcher Kleinteiligkeit also \u00fcbertrieben? Nein. Denn es gibt die M\u00f6glichkeit der Kooperation mit Spezialisten, die in der Lage sind, alle diese Anstrengungen zu b\u00fcndeln und auf sich zu vereinen. Statt f\u00fcr jedes einzelne Land eigene Vertr\u00e4ge aufzusetzen, Labels zu drucken und entsprechenden IT-Aufwand zu betreiben, ist dann die Integration nur ein einziges Mal n\u00f6tig. Deutsche Online-H\u00e4ndler verf\u00fcgen auf diese Weise \u00fcber lediglich einen Ansprechpartner, der seinerseits Zugriff auf viele verschiedene Carrier mit fein gekn\u00fcpften Netzwerken und maximalem Know-how vor Ort besitzt. Das n\u00fctzt allerdings nichts, wenn die Produkte auf wenig Interesse sto\u00dfen. Um das herauszufinden, empfiehlt es sich, die Nachfrage erst \u00fcber lokale Marktpl\u00e4tze zu testen. Wer so verf\u00e4hrt und dann den Schritt nach Osten wagt, braucht das n\u00e4chste Sommerloch nicht zu f\u00fcrchten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00dcber den Autor: Sara Piacquadio<\/p>\n<p>Sara Piacquadio ist Marketing- und Projekt-Managerin beim Leipziger Logistikdienstleister Packeta, der als Teil der Packeta Group L\u00f6sungen f\u00fcr den weltweiten Transport von Sendungen anbietet und speziell die M\u00e4rkte Osteuropas im Blick hat. Zuvor war Piacquadio in verschiedenen Positionen beim Telekommunikationsunternehmen Vodafone besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>Sara Piacquadio<\/p>\n<p>Packeta eCommerce GmbH<\/p>\n<p>Torgauer Stra\u00dfe 231<\/p>\n<p>04347 Leipzig<\/p>\n<p>E-Mail: info@packeta.de<\/p>\n<p>Web: <noindex><a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/www.packeta.de\/\"  >www.packeta.de<\/a><\/noindex><\/p>\n<p>Telephone: +49 341 656 799 98<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Expansion ist eine der Methoden, um sommerlichen Umsatzflauten zu begegnen. 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