{"id":4969,"date":"2011-12-22T08:45:54","date_gmt":"2011-12-22T06:45:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.onlineshops-finden.de\/nachrichten-online-shop\/?p=4969"},"modified":"2013-10-28T08:55:37","modified_gmt":"2013-10-28T06:55:37","slug":"japan-tee-ist-kult","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.onlineshops-finden.de\/nachrichten-online-shop\/japan-tee-ist-kult-104969\/","title":{"rendered":"Japan &#8211; Tee ist Kult"},"content":{"rendered":"<p>Die Teezeremonie auch unter der Bezeichnung Chanoyu bekannt entstand aus alten Ritualen, welche in ihrem Ursprung von buddhistischen M\u00f6nchen durchgef\u00fchrt wurden. Sie umfasst die Zubereitung und das Trinken des Tees.<\/p>\n<p>Auch hier werden bestimmte Ger\u00e4tschaften ben\u00f6tigt. Dazu geh\u00f6ren ein Teekessel, ein Gef\u00e4\u00df f\u00fcr frisches Wasser, eine Teeschale, ein aus Bambus gefertigter Besen (Chasen), ein Tuch, Ein Bambusl\u00f6ffel, ein Sp\u00fclwasserbeh\u00e4lter mit dem Bambussch\u00f6pfer, sowie ein Deckeluntersetzer. Die Zubereitung des Tees erfolgt dann vom Gastgeber mit streng festgelegten Handgriffen und Bewegungen.<!--more--> Dabei gibt er mit einem Bambussch\u00f6pfer ein wenig hei\u00dfes Wasser in die Teeschale. So reinigt er den Teebesen und die Schale. Im Anschluss gie\u00dft er das Wasser dann in das Sp\u00fclwassergef\u00e4\u00df. Nun gibt er mit dem L\u00f6ffel reichlich Tee in die Teeschale und mit Hilfe des Sch\u00f6pfl\u00f6ffels wird hei\u00dfes Wasser hinzu gegeben. Mit dem Bambusbesen schl\u00e4gt der Teemeister dann den Tee richtig s\u00e4mig. Anschlie\u00dfend stellt er die Schale mit dem fertigen dicken gr\u00fcnen Tee, dem so genannten Koicha, auf den Tisch nieder. Jetzt holt der Gast langsam die Schale zu sich heran und trinkt drei Schluck nacheinander. Er reinigt dann den Rand der Schale mit einem feuchten Tuch und reicht sie dann weiter an den n\u00e4chsten Gast. Wenn nun alle G\u00e4ste getrunken haben, wird dieser Teil der Teezeremonie vom Gastgeber beendet. Er reinigt alle Teeger\u00e4te und legt sie den G\u00e4sten vor.<\/p>\n<p>Im Anschluss daran bringt der Gastgeber eine leichte S\u00fc\u00dfigkeit und wiederum die Teeger\u00e4te mit einer neuen Schale und auch einer anderen Teesorte in einer Lackteedose (Natsume) auf den Tisch. Jetzt wird f\u00fcr jeden Gast eine Schale schaumig geschlagenen d\u00fcnnen Tee (Usucha) vorbereitet. Nach einem kurzen Abschiedsgespr\u00e4ch wird die Teezusammenkunft dann beendet. Eine japanische Teezeremonie kann bis zu vier Stunden dauern. Sie wird in einem speziell eingerichteten Teeraum durchgef\u00fchrt. Die G\u00e4ste sitzen dabei auf dem Boden im Schneider- oder Kniesitz.<\/p>\n<p><strong>Tibet &#8211; eine ganz eigene Art des Teegenusses<\/strong><\/p>\n<p>Im Tibet hat sich seit Jahrhunderten nichts an der Zubereitung des Buttertees ge\u00e4ndert. Schon seit Jahrtausenden\u00a0 ist hier der Ziegeltee bekannt. Er ist auch heute noch wegen seiner guten Haltbarkeit und des einfachen Transports in Zentralasien und Russland sehr beliebt.<\/p>\n<p>Nach wie vor ist Tee das Nationalgetr\u00e4nk der Bergbewohner. Sie konsumieren t\u00e4glich 30 bis 40 Tassen. Daf\u00fcr werden Teereste mit gemahlener Gerste\u00a0 zu einer Paste verr\u00fchrt und anschlie\u00dfend mit Bruchst\u00fccken vom Teeziegel und Wasser aufgekocht, gesalzen und gew\u00fcrzt. Der Teeauszug kann dann sp\u00e4ter mit hei\u00dfem Wasser und Yakbutter verr\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Yakbutter wird aus der Milch von Yaks, einer Rinderart, hergestellt.<\/p>\n<p><strong>Indien &#8211; Normaler Teegenuss ohne Zeremonie<\/strong><\/p>\n<p>Indien ist eines der Hauptanbaul\u00e4nder des Tees. Allerdings wird der allt\u00e4gliche Tee ohne spezielle Teezeremonie zubereitet und auch getrunken.<\/p>\n<p>In der Regel trinken die Inder ihren Tee meist mit viel Milch und vielen Gew\u00fcrzen. Dazu geh\u00f6ren neben Ingwer auch Kardamom, Nelken, Zimt, Anis und Pfefferk\u00f6rner. Alle Zutaten werden \u00a0zusammen gut aufgekocht.<\/p>\n<p>Der so genannte \u201cMasala Chai\u201d wird hier auch in der indischen Gesundheitslehre- Ayurveda- gezielt eingesetzt. Dabei werden bewusst Gew\u00fcrze hineinbegeben, welche eine bestimmte Wirkung im K\u00f6rper hervorrufen.<\/p>\n<p><strong>England &#8211; Im Zeichen des guten Geschmacks<\/strong><\/p>\n<p>Der Engl\u00e4nder hat immer f\u00fcr eine Tasse Zeit. Eine besondere Tradition hat der ber\u00fchmte \u201cFive o` Clock Tea\u201d. Urspr\u00fcnglich stammt er bereits aus dem 18. Jahrhundert. Er wurde hier von der Herzogin Anna von Bedford eingef\u00fchrt. Vor dem abendlichen Dinner knurrte ihr immer der Magen. Um die Zeit zu \u00fcberbr\u00fccken nahm sie eine Tasse Tee und etwas Geb\u00e4ck zu sich. Schnell wurde diese Tradition \u00fcbernommen. Der Tee wurde mit Milch, Zitrone und etwas Zucker getrunken und dazu auserw\u00e4hlte Speisen wie Sandwiches, Geb\u00e4ck und Petit Fours gereicht.<\/p>\n<p>Der Tee wird hierf\u00fcr gew\u00f6hnlich stark zubereitet. Dabei werden zuerst die Milch und dann der Tee in die Tasse gegossen. Ges\u00fc\u00dft wird der Tee dann je nach Bedarf.<\/p>\n<p>Dazu kam dann noch der Early Morning Tea. Er wird direkt am Bett getrunken. Der Breakfast Tea geh\u00f6rt zu einem guten Fr\u00fchst\u00fcck und zum Abendessen wird der High Tea gereicht.<\/p>\n<p><strong>Ostfriesland &#8211; Die Engl\u00e4nder unter den deutschen Teekonsumenten<\/strong><\/p>\n<p>In Ostfriesland geh\u00f6rt zu jeder Mahlzeit auch eine Tasse Tee. W\u00e4hrend der traditionellen Teezeit zwischen 14 und 15 Uhr wird dann zus\u00e4tzlich noch Geb\u00e4ck gereicht. In der Regel wird zum Teegenuss eine nach oben weit ge\u00f6ffnete Tasse verwendet. Sie ist eher flach wie eine Schale mit Henkel. Zuerst wird dann ein gro\u00dfes St\u00fcck Kluntje (Kandis) in die Tasse gegeben. Dann erst wird der Tee eingeschenkt. Dabei wird die Tasse nur ungef\u00e4hr zu drei Viertel gef\u00fcllt. So wird der Kluntje zum Lachen gebracht. Jetzt erst wird mit einem gebogenen L\u00f6ffel etwas ungeschlagene Sahne auf die Teeoberfl\u00e4che gegeben. Diese taucht so unter und kommt dann in kleinen W\u00f6lkchen wieder an die Oberfl\u00e4che. Niemals darf der Tee umger\u00fchrt werden.<\/p>\n<p><strong>S\u00fcdamerika &#8211; Traditionelle Zubereitung des Mate- Tees<\/strong><\/p>\n<p>In Lateinamerika ist der Mate- Tee ein beliebtes Getr\u00e4nk. Er wird hier traditionell aus K\u00fcrbisschalen der \u201cCuia\u201d getrunken. Die Cuia wird dabei bis zur H\u00e4lfte mit Mate- Tee gef\u00fcllt. Anschlie\u00dfend dann kaltes oder lauwarmes Wasser aufgef\u00fcllt. Zum ersten Aufguss findet niemals kochendes Wasser Verwendung. Jetzt muss der Tee eine gewisse Zeit ruhen. Im Anschluss wird das Trinkr\u00f6hrchen \u201cBombilha\u201d mit dem Daumen zu gehalten. Nun wird es tief in die K\u00fcrbisschale gesteckt und so der erste, bittere Aufguss abgesaugt und ausgespuckt. Jetzt erst wird hei\u00dfes Wasser aufgef\u00fcllt. Der Tee ist nun trinkfertig. Traditionell wird die Cuia an die G\u00e4ste weitergereicht. Es darf dabei auf keinen Fall der Tee mit dem R\u00f6hrchen umger\u00fchrt werden. Es k\u00f6nnte sonst sehr leicht verstopfen.<\/p>\n<p>Die Mate- Bl\u00e4tter k\u00f6nnen mehrmals mit hei\u00dfem Wasser aufgebr\u00fcht werden.<\/p>\n<p><strong>Marokko &#8211; Tee und Minze<\/strong><\/p>\n<p>Auch in Marokko darf zu jeder Mahlzeit die Tasse Tee nicht fehlen, wobei hier der Minztee nur f\u00fcr den Genuss der M\u00e4nner vorbehalten ist. Dazu wird ein Aufguss aus gr\u00fcnem Gunpodwer mit einigen frischen Trieben der Minze hergestellt. Je nach Geschmack wird der Minztee dann noch mit Zucker ges\u00fc\u00dft. Der Aufguss erfolgt in eine bauchige Kanne. Diese wird dann beim Eingie\u00dfen hoch \u00fcber die Gl\u00e4ser gehalten. So kann dann der aromatische Duft des Tees den ganzen Raum erf\u00fcllen.<\/p>\n<p><strong>Russland &#8211; Traditionelle Zubereitung im Samowar<\/strong><\/p>\n<p>Nach wie vor wird in Russland zur Zubereitung von Tee ein Samowar verwendet. Er besteht aus Kupfer oder aus Messing. Urspr\u00fcnglich stammt der \u201cWasserkocher\u201d aus dem Kaukasus, wo er vor \u00fcber 250 Jahren erfunden wurde. Der Samowar wurde \u00a0vorwiegend mit Holzkohle geheizt. Man hatte so den ganzen Tag \u00fcber hei\u00dfes Wasser. In der heutigen Zeit finden hingegen elektrische Samoware Verwendung. Im Innenteil befindet sich dabei ein Metallzylinder f\u00fcr Holzkohle. Versehen ist der Samowar mit einem verschlossenen Ausgussrohr und Zapfhahn. So kann dann ganz leicht hei\u00dfes Wasser entnommen werden. Oben auf dem \u201cKocher\u201d steht immer eine Kanne mit einem Teekonzentrat (Zavarka). Bei der Zubereitung wird das Teeglas immer zu einem Viertel mit dem Extrakt gef\u00fcllt und dann wird mit hei\u00dfem Wasser (Kipjatok) aufgegossen. Der Tee wird anstelle in Tassen in Gl\u00e4sern mit Haltern serviert. So kann leichter die St\u00e4rke des Tees dosiert werden. In der Regel wird der Tee mit einem St\u00fcck Zucker oder einem L\u00f6ffel Marmelade genommen.<\/p>\n<p>Wichtig ist bei der Zubereitung, dass immer ein K\u00e4nnchen f\u00fcr den Tee-Extrakt, ein Tablett und eine Tropfschale vorhanden ist.<\/p>\n<p>Normal reicht der Gastgeber zu den verschiedenen Teesorten immer Kandis, Zucker, Marmelade, Milch und Geb\u00e4ck<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Teezeremonie auch unter der Bezeichnung Chanoyu bekannt entstand aus alten Ritualen, welche in ihrem Ursprung von buddhistischen M\u00f6nchen durchgef\u00fchrt wurden. Sie umfasst die Zubereitung und das Trinken des Tees. Auch hier werden bestimmte Ger\u00e4tschaften ben\u00f6tigt. 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