{"id":6932,"date":"2012-10-29T15:47:18","date_gmt":"2012-10-29T13:47:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.onlineshops-finden.de\/nachrichten-online-shop\/?p=6932"},"modified":"2012-11-26T09:13:12","modified_gmt":"2012-11-26T07:13:12","slug":"multisensorik-die-motivation-den-kunden-zu-begeistern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.onlineshops-finden.de\/nachrichten-online-shop\/multisensorik-die-motivation-den-kunden-zu-begeistern-106932\/","title":{"rendered":"Multisensorik &#8211; Die Motivation den Kunden zu begeistern"},"content":{"rendered":"<p><figure class=\"hammy-responsive alignleft  wp-image-6933\" title=\"Neuronale Forschungen haben jedoch aufgezeigt, dass die emotionale Ansprache besonders wirkt, wenn die olfaktorischen Reize durch den Menschen noch nicht objektiv erkennbar ist. \"  data-media=\"https:\/\/www.onlineshops-finden.de\/nachrichten-online-shop\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/141399-150x150.jpg\"><noscript><img src=\"https:\/\/www.onlineshops-finden.de\/nachrichten-online-shop\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/141399-150x150.jpg\" alt=\"\" title=\"Neuronale Forschungen haben jedoch aufgezeigt, dass die emotionale Ansprache besonders wirkt, wenn die olfaktorischen Reize durch den Menschen noch nicht objektiv erkennbar ist. \" width=\"105\" height=\"105\"><\/noscript><\/figure>\u00a0 &#8222;5 Sinne &#8211; 1 Erlebnis&#8220; Nicht das Auge kauft ein, sondern das Gehirn, dass die Umwelt mit allen Sinnen wahrnimmt! D\u00fcfte und Ger\u00fcche, Kl\u00e4nge, Haptik machen den Kauf zum Erlebnis.<\/p>\n<p>Die Multisensorik und das so genannte Neuromarketing sind zur Zeit hoch im Kurs. Forschung aber auch die Industrie hat anscheinend erst jetzt entdeckt, dass der Mensch ein emotionales Wesen ist und die Welt nicht nur mit der visuellen Sensorik wahrnimmt. Die Grundlage der bis anhin geltenden Lehre war, dass man versucht hat, die Sinne in Ihrer Wichtigkeit zu definieren und zu unterteilen. <!--more-->Leider wurde dabei vergessen, dass jede Sinneswahrnehmung im Gehirn verarbeitet wird, auch wenn wir dies so nicht bewusst empfinden. Sp\u00e4testens nach dem Cola-Experiment \u00e4nderte sich diese Meinung. Das Experiment zeigte auf, dass,wenn Versuchspersonen alleine den Geschmack einer Cola degustieren, der Pepsi Cola Geschmack gegen\u00fcber dem Coca Cola als mehrheitlich besser empfunden wird. Wenn jedoch zus\u00e4tzlich die beiden Logos w\u00e4hrend der Degustation ins Spiel gebracht werden, so wurde die Coca Cola bevorzugt. Die Neurowissenschaft hat dieses Experiment mit einem Kernspintomografen wiederholt. Der texanische Neuroforscher &#8222;Read Montague&#8220; hat entdeckt, dass im Blindversuch das Belohnungszentrum bei Pepsi Cola st\u00e4rker leuchtet. Sobald der Neuroforscher jedoch die jeweilige Marke mit ins Spiel brachte, \u00e4nderte sich nicht nur die Pr\u00e4ferenz seiner Probanden, sondern auch das Muster ihrer Hirnaktivit\u00e4t.<\/p>\n<p>Der Name Coca Cola zeigt deutliche Ver\u00e4nderungen in einer Region im Stirnhirn auf, dem medialen pr\u00e4frontalen Cortex. Dieser Bereich soll, wie man aus weiteren Untersuchungen wei\u00df, f\u00fcr h\u00f6here kognitive Funktionen zust\u00e4n\u00addig sein. Weiter soll er eine pr\u00e4gende Rolle f\u00fcr das Selbstbild einer Person spielen. Nach Montagues Inter\u00adpretation, werden mit dem Namen Coca Cola positive Assoziationen und Selbstwertgef\u00fchle intensiver wahrgenommen. Diese Empfindungen soll der Markenwert ausmachen und nicht der Geschmack. Die Konsequenz aus diesen Experimenten ist, dass alleine &#8222;ein Sinn&#8220; zu betrachten und diesem Sinn auch noch eine prozentuale Wichtigkeit zuzuordnen, nicht der richtige Weg sein kann.<\/p>\n<p>Der Ansatz geht nach un\u00adseren Forschungsergebnissen dahin, dass jede Empfindung, die wir in uns aufbauen, multisensorisch gesteu\u00adert wird. Fr\u00fcher sprach man von einem Bauchgef\u00fchl und konnte dabei nicht erkl\u00e4ren, warum man eine Gu\u00adtes oder Ungutes Gef\u00fchl entwickelt. In unserem Verst\u00e4ndnis sprechen wir immer von 5 Sinnen, die wir besitzen. Leider vergessen wir sehr oft, dass der Mensch zus\u00e4tzlich noch mindestens einen Gleichgewichtssinn, einen Temperatursinn und einen Schmerzsinn mit sich tr\u00e4gt. Dass diese Sinne eine ebenso wichtige Rolle im Empfinden einnehmen, sehen wir beispielsweise daran, dass unser K\u00f6rper in R\u00e4umen, die keine rechtwinkligen, horizontalen und vertika\u00adlen Linien besitzen, mit \u00dcbelkeit reagieren kann. Das Auge findet keinen Horizont, an dem es sich festhal\u00adten kann und reagiert mit der so genannten &#8222;Seekrankheit&#8220;. Multisensorik ist also mehr, als nur das eigentliche Produkt nach diesen Gesichtspunkten zu gestalten, Mul\u00adtisensorik ist, zu begreifen, dass das Produkt in einer Umgebung steht, die wiederum durch das Produkt al\u00adleine nur unwesentlich beeinflusst werden kann.<\/p>\n<p>Wir sprechen dabei vom POS, der f\u00fcr das Produkt ein emotionales Loch darstellen kann. Die Markenwelt, die wir durch Werbung vermitteln wollen, ist so in der Darstellung am POS dem Zufall \u00fcberlassen. Mancherorts wird versucht \u00fcber eine ausgekl\u00fcgelte Display\u00addarstellung, das emotionale Loch ein wenig abzufedern. Sp\u00e4testen, wenn beispielsweise neben der Droge\u00adrieabteilung in 10 Metern Abstand eine Fischtheke steht und der Geruch von Fisch durch den ganzen Ver\u00adkaufsraum zieht, merken wir, dass etwas falsch l\u00e4uft. Kaum jemand kann bei einem solchem Geruch, ein Gef\u00fchl von &#8222;Wertigkeit&#8220; f\u00fcr eine Nachtcr\u00e8me entwickeln, auch bei noch so sch\u00f6ner visueller Produktdarstel\u00adlung der beworbenen Nachtcr\u00e8me.<\/p>\n<p>Das Gehirn nimmt eben auch den Geruch mit in die Beurteilung der Ge\u00adf\u00fchlswelt auf. Ist das Umfeld angereichet mit &#8222;Fischgeruch&#8220;, m\u00fcssen wir bei einer objektiven Betrachtung sagen, dass jede Abverkaufsf\u00f6rderung nichts n\u00fctzen kann, wenn der Geruch nicht auch in die POS Massnah\u00adme mit einbezogen wird. Jedes Bespielen des POS mit dem Hintergrund den Kunden zu begeistern, ist schon zum Scheitern verurteilt, wenn nicht alle Parameter mit einbezogen werden. Wir m\u00fcssen immer eine positive Motivation unter Ber\u00fccksichtigung aller Sinne erreichen. Die Motivation den Kunden zu begeistern Viel wird dar\u00fcber geschrieben, es werden dabei Beispiele wie Abercrombie &amp; Fitch genannt ,die die Multisensorik beson\u00adders gut beherrschen sollen. Oftmals wird dabei vergessen, dass all diese &#8222;schreierischen Darstellungen&#8220;, eigentlich nur &#8222;Events&#8220; sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Als Event oder als Identifikation einiger &#8222;Labels&#8220; mag eine Bespielung mit Event-Charakter wohl multisensorisch funktionieren! Solch intensive Aufmachungen nehmen jedoch kaum R\u00fccksicht auf das Individuum, sondern widerspiegeln sehr oft in provozierenden Darstellungen einzelne von sich gel\u00f6ste Emotionen wie Sex und Jugend bis hin zu abstrakter Andersartigkeit, die zum Teil sogar einzelne Bev\u00f6lkerungsgruppen diskriminiert (zB. Benetton-Kampagnen). Der Mensch besitzt auch einen Schmerzsinn, und wenn dieser \u00fcberstrapaziert wird, nimmt er beim Ausl\u00f6sen unserer Emo\u00adtionen, auf das Label bezogen, die erste Stelle ein. Er wird dabei im &#8222;episodischen Ged\u00e4chtnis&#8220;, das ein Teil des Langzeit\u00adged\u00e4chtnisses ist, abgespeichert.<\/p>\n<p>Warum sonst kommt man beim &#8222;Googeln&#8220; unter der Anfrage &#8222;abercrombie z\u00fcrich&#8220; an dritter Stelle auf eine Seite mit dem Namen: &#8222;thats-me.ch&#8220; \u203a ein Forum f\u00fcr Mode &#8211; Lifestyle &#8211; Fashion in der als erstes zu lesen ist: &#8222;Was ich noch vor 6 Jahren cool fand, erzeugt nun Brechreiz&#8220;. Sicher sind solche von uns gemachten Aussagen auch als Provokation aufzufassen und widerspiegeln nicht das ganze Spektrum der Sichtweise f\u00fcr den POS. Wir wollen aber damit die Sensibilit\u00e4t st\u00e4rken, dass jedes bewusste, emotionale ansprechen der Gef\u00fchle, immer zwei Seiten hat, die wir auf den Menschen als Kunden bezogen, kaum oder gar nicht steuern k\u00f6nnen, weil wir seine abgespeicherte Vergangen\u00adheit nicht kennen k\u00f6nnen. Sehr oft spielen f\u00fcr die Kunden bei solchen POS Aufmachungen zus\u00e4tzliche Hintergr\u00fcnde wie Fa\u00admilie, Religion, Gem\u00fctsschwankungen usw. eine ausserordentliche Rolle.<\/p>\n<p>Anleitung zur &#8222;Motivation den Kunden positiv begeistern&#8220; Grundsatz 1: &#8222;Weniger ist Mehr&#8220; Heute zeigt uns die Wissenschaft auf, dass wir nat\u00fcrlich eine bewusste aber vor allem eine unbewusste Wahrnehmung ha\u00adben. Die emotionale Ebene, so die Wissenschaft, wird zu \u00fcber 85% von den unbewussten aber trotzdem wahrgenomme\u00adnen Einfl\u00fcssen gesteuert. Unsere Gef\u00fchlsregungen werden dabei auf zwei Arten, bewusst oder unbewusst manipuliert. Bewusste Wahrnehmung Ein Bild von der Umgebung, das wir bewusst identifizieren wird im Gehirn verarbeitet und mit den Bildern, die in uns ab\u00adgespeichert sind, verglichen. So kann zum Beispiel ein Duft von Lavendel, bei einigen eine positive Stimmung hervorrufen und sich bei anderen in Aggressivit\u00e4t wandeln. Hier ist das Bild oder die Geschichte, die wir mit Lavendel verbinden mass\u00adgebend. Diese Erkenntnis, auf den POS umgesetzt, heisst, je intensiver eine Darstellung gestaltet wird desto gr\u00f6sser ist die Gefahr, dass wir ungebetene Bilder beim Kunden (Menschen) hervorrufen. Dasselbe gilt bei Klangwelten, beim Licht, beim Degustieren, wie auch bei der visuellen Darstellung. Was wir bei unseren Forschungen herausgefunden haben ist, dass die unbewusste Wahrnehmung, die zu \u00fcber 85% in uns stattfindet gegen\u00fcber der bewussten Wahrnehmung schon sehr viel fr\u00fcher (zeitlich) in Aktion tritt und uns &#8222;lenkt&#8220;. Unbewusste Wahrnehmung Die Geschichte von Lavendel als Geruchsstimulanz (Botenstoff) beginnt schon vor der objektiven Erkennung. In unseren For\u00adschungsarbeiten unter anderem mit unserem EEG fanden wir heraus, dass ein nat\u00fcrlicher Lavendel-Botenstoff sich, bevor er bewusst wahrgenommen wird, bei jedem Menschen gleich \u00e4ussert. Er wirkt beruhigend, indem er den Puls sowie den Blutdruck senkt. Die Anspannung nimmt ab und ein gewisses &#8222;Entschleunigen&#8220; tritt ein. Bei der identischen Untersu\u00adchungsanordnung jedoch mit einem nach Lavendel riechenden Linalool (synthetischer, lavendelartiger Riechstoff) wurde keine Ver\u00e4nderung in der unbewussten Wahrnehmung festgestellt. Erst als die identifizierbare Wahrnehmungsschwelle er\u00adreicht wurde, konnten Ver\u00e4nderungen im EGG sowie im vegetativen Nervensystem aufgezeigt werden. Als wir mit densel\u00adben Stimulanzien (Lavendel) zus\u00e4tzlich die Farbe der Umgebung ver\u00e4nderten, ver\u00e4nderte sich auch die Wahrnehmung im unbewussten Bereich sowie in der bewussten Wahrnehmung des Riechstoffes Lavendel. Farben beeinflussen die Reaktio\u00adnen auf die Empfindungen von Botenstoffen und umgekehrt. Bei weiteren Experimenten, die zus\u00e4tzlich den Klang mit in\u00adtegrierten, entstanden ganz andersartige Gef\u00fchlswelten. So wurde zum Beispiel &#8222;Lavendel&#8220; bei farblich blauer Umgebung besonders angenehm beurteilt, als aber eine Musik mit einem schnellen Takt (Rock) mit eingespielt wurde, ver\u00e4nderte sich die Stimmung eher in ein Unwohlsein.<\/p>\n<p>Einzelne Betrachtung der Sinneswahrnehmung Visuelle Wahrnehmung \/ Farben und Formen &#8211; Licht und Schatten Kaum ein anderes Thema am POS wurde so oft durchleuchtet wie der &#8222;Visuelle Reiz&#8220;. Ausserdem wird sehr oft behauptet, dass dieser Reiz an erster Stelle steht. Viele Studien \u00fcber Farben, Formen und Licht wurden schon ver\u00f6ffentlicht und als be\u00adsonders wirksam dargestellt. Fast alle dieser Studien tragen meistens einen Makel in sich! Den Makel, dass diese nicht auf unterschiedlichen &#8222;B\u00fchnen&#8220; untersucht wurden. Auch der &#8222;Visuelle Reiz&#8220; reagiert auf die unterschiedlichen Umgebungsein\u00adfl\u00fcsse wie Farben mit Klang und besonders auf die Geruchsumgebung. Den Einfluss der haptischen Wahrnehmung, wie den Bodenbelag, hat kaum jemand untersucht. Viel wird gesprochen \u00fcber die Optik eines Bodenbelages, kaum jemand macht sich Gedanken dar\u00fcber, wie der Belag gef\u00fchlt wird, wenn wir, respektive der Kunde in betritt! Weiter macht sich kaum jemand Gedanken dar\u00fcber, dass ein Bild der visuellen Darstellung auch beispielsweise \u00fcber die L\u00fcftung, in der hap\u00adtischen Wahrnehmung beeinflusst wird. Die sch\u00f6nste und besonders gut ausgeleuchtete POS-Fl\u00e4che wird durch beispiels\u00adweise einen starken, modrigen Geruch (olfaktorische Wahrnehmung) als &#8222;Keller&#8220; im Gehirn identifiziert. Jede Sinneswahr\u00adnehmung beeinflusst die andere, auch der visuelle Reiz ist davon nicht ausgenommen, deshalb kann nicht davon gespro\u00adchen werden, dass der visuelle Reiz der Wichtigste ist. Untersuchen mit der Uni Bern haben gezeigt, dass aus Kundensicht neben der Sauberkeit der Geruch oberste Priorit\u00e4t hat. Durch die Syn\u00e4sthesie wissen wir, dass ein Raum nur sauber emp\u00adfunden werden kann, wenn er auch dementsprechend riecht. Klang &#8211; Musik &#8211; Klangteppich Jede einzelne ins sich betrachtete Bespielung des POS und des Kunden l\u00f6st eine bestimmte Reaktion aus. So nimmt ein Kunde \u00fcber den Klangteppich einen Takt (Geschwindigkeit) an, was bedeutet, bei schnellerem Takt geht der Kunde auch schneller und umgekehrt. Bei der Aufnahme von ganz unterschiedlichen Informationen \u00fcber ein sogenates &#8222;POS Radio&#8220; kann die gute Stimmung, die wir versucht haben aufzubauen, wieder kippen. Viele Beispiele k\u00f6nnten hier aufgezeigt wer\u00adden, wie solche Klangwelten agieren und im K\u00f6rper reagieren. Die Ablenkung auf die Produkte nimmt umso mehr zu, je mehr Informationen wir versuchen zu vermitteln. Diesem Umstand wird jedoch viel zu wenig Beachtung geschenkt und das Personal l\u00e4sst sich meistens von den eigenen Vorlieben leiten. Lautst\u00e4rke und Typus der Musik widerspiegeln meistens den Geschmack des Personals. Aber auch andere Faktoren wie Nebenger\u00e4usche von K\u00fchl- oder L\u00fcftungsanlagen, Rolltreppen usw. spielen bei der Taktgebung und der Empfindung des akustischen Ambientes im Unterbewusstsein eine wesentliche Rolle. Olfaktorische Reize Dieses Thema wird sehr oft thematisiert unter dem Titel &#8222;Manipulation oder Allergien&#8220;. In der Wichtigkeit am POS wird der olfaktorische Reiz meistens als der, der am unwichtigsten ist betrachtet. Warum ist das so? Wenn wir in Untersuchungen nachfragen, auf welche Sinn wir am ehesten verzichten k\u00f6nnten, wird mit grosser Mehrheit, der Geruchssinn genannt. Also wird in unserer Auffassung der Geruchssinn als sehr unwichtig deklariert. Wir wollen hier nicht auff\u00fchren, was einem im Leben entgeht oder entgehen w\u00fcrde, wenn der Geruchssinn fehlt. Unbestritten ist, dass das ganze Gef\u00fchlszentrum \u00fcber den Geruchssinn gesteuert wird. In der Betrachtungsweise von &#8222;Maslow&#8220;, stehen in der Wichtigkeit an erster Stelle die physiologische Bed\u00fcrfnisse: Essen, Atmung, Schlaf, Gesundheit, Wohnraum, usw.. Diese Bed\u00fcrfnisse sind sehr eng mit dem Geruchssinn gekoppelt. Beispiels\u00adweise wird das Essen zu \u00fcber 90% \u00fcber das Riechen beurteilt. In Bezug auf reine gute Atemluft, dient der Atmung einzig die Nase als Indikator. Die Sauberkeit als wichtiger Ausl\u00f6ser des Wohlf\u00fchlens am POS wird auch \u00fcber den Geruch beur\u00adteilt. Studien zeigen, dass selbst unser Reinigungsverhalten \u00fcber die Impulse der Nase gesteuert wird. Manipulation und Allergien sind Schlagw\u00f6rter an denen sich die Geister scheiden. Man hat sehr grosse Angst vor einem guten Raumluftambiente, weil dieses anscheinend am besten manipuliert! Sicher ist, dass die Geruchsempfindung der wichtigste Indikator bei der emotionalen Beurteilung eines Produktes oder POS ist. Die Nase sichert uns eben auch das \u00dcberleben. Milch wird, ohne dass wir es irgendwann gelernt haben, \u00fcber den Geruchssinn beurteilt, ob sie noch geniessbar ist oder eben nicht. So wird faktisch jedes Produkt \u00fcber die Nase beurteilt. Selbst beim Kauf einer Handtasche, die wohl sehr wenig mit dem Geruchssinn in Ber\u00fchrung kommt, spielt die Nase eine wichtige Rolle. Wie sonst k\u00f6nnen wir immer wieder beobachten, dass fast alle Handtaschen vor dem Kauf meist unbewusst einmal an die Nase gef\u00fchrt werden, um zu beurteilen, wie diese wohl riecht! Allergien nehmen nach Pressemeldungen immer mehr zu, auch wenn neuste Studien beweisen, dass dies nicht der Wahr\u00adheit entspricht. Gleichzeitig wird in der Presse kein Unterschied gemacht, ob der Riechstoff auf die Haut aufgetragen oder inhalativ aufgenommen wird. Dem Riechstoffen wird immer ein allergenes Potenzial nachgesagt, auch wenn es bis heute definitiv noch keine Studie gibt, die nachweisen w\u00fcrde, dass ein inhalativ aufgenommener, nat\u00fcrlicher Botenstoff eine All\u00adergie ausl\u00f6sen kann. Wissenschaftliche Untersuchungen beweisen, dass bei diesen Aussagen immer wieder der &#8222;Placebo Effekt&#8220; im Vordergrund seht. Panikmache ist eben nicht immer der beste Ratgeber. N\u00fcchtern betrachtet, ist ein positives Raumluftambiente immer die Grundlage eines erfolgreichen POS Konzepts. Dass D\u00fcfte besonders im Unterbewusstsein reagieren, dar\u00fcber wissen wir intuitiv schon seit jeher sehr viel. Neuste Studi\u00aden belegen, dass die meisten Sprichw\u00f6rter, wie Beispielsweise &#8222;ich mag ihn\/sie gut riechen&#8220; oder eben &#8222;nicht riechen&#8220; der Wahrheit entsprechen. Weitere Untersuchungen und Forschungen am Menschen mit sogenannten Botenstoffen zeigen wei\u00adtere \u00fcberraschende Ergebnisse! Selbst das Temperaturempfinden wird \u00fcber die olfaktorische Wahrnehmung beeinflusst. So wird ein Raum, der den Botenstoff der Minze enth\u00e4lt, auch wenn diese nicht erkannt wird, um 2 Grad k\u00fchler beurteilt. Zimt bewirkt das Gegenteil! Die Temperatur wird um durchschnittlich 1,7 Grad h\u00f6her eingestuft als sie effektiv ist. Nach unseren Erfahrungen sind die emotionalen Aktionen und Reaktionen zu \u00fcber 70% auch mit den Impulsen, die die Nase dem Gehirn \u00fcbermittelt, gesteuert. Haptische Reize Haptische Reize sind sehr wohl beim Produkte-Design bekannt. Weniger bekannt ist jedoch, dass auch \u00fcber die Haut oder Nerven am ganzen K\u00f6rper haptische Reize aufgenommen werden. Bodenbelag kann einen sicheren Schritt bedeuten oder wenn ein Teppichflor beispielsweise sehr hoch und weich ist, eher zur Vorsicht mahnen. Als Beispiel der Gem\u00fcsebereich in einem Lebensmittelladen &#8211; unebene Grundlagen im Gem\u00fcsebereich \u00fcbermitteln dem Kunden, \u00fcber die Vibration am Ein\u00adkaufswagen, eine besondere Marktstimmung (Frische). Kaum jemand denkt daran, dass eine gl\u00e4nzende Fliese uns das Ge\u00adf\u00fchl gibt, dass der Boden rutschig sein k\u00f6nnte. Auch jeder Wassertropf l\u00e4sst einen solchen Bodenbelag schmutzig erschei\u00adnen. Im Gegensatz verzeiht ein Boden, der wie Kopfsteinpflaster aussieht und sich sogar ein wenig so anf\u00fchlt, selbst ein darauf herumliegendes Salatblatt, weil dem Kunden eine Marktstimmung vermittelt wird. Die gef\u00fchlte Sauberkeit wird auf solchen Bodenbel\u00e4gen vom Kunden ganz anders beurteilt. L\u00fcftungen &#8211; \u00fcberall vorhanden und doch nicht beachtet. L\u00fcf\u00adtungstechnische Str\u00f6mungen, die von oben in den Nacken des Kunden blasen, bringen ihn dazu, diesen Bereich zu meiden, weil ihm ein ungutes Gef\u00fchl vermittelt wird. Vielleicht denkt er, dass er sich eine &#8222;Nackenstarre&#8220; einfangen k\u00f6nnte. Wer macht sich schon \u00fcber solche grundlegenden Einfl\u00fcsse Gedanken? L\u00fcftungstechniker wohl kaum, denn f\u00fcr sie sind andere Faktoren, wie Luftmengenwechsel, Verteilung usw. wichtig. Gustatorische Reize Diese sind wohl die einzigen Reize, die am ehesten als Event zu vermitteln sind und bed\u00fcrfen auch am ehesten der objekti\u00adven Wahrnehmung. Gleichzeitig sind die gustatorischen Reize ohne die olfaktorischen Reize kaum vorstellbar und demzu\u00adfolge sehr eng gekoppelt. Am POS gilt sicherlich ein Augenmerk der Degustation. Dem Unterbewusstsein kann mit einer Art &#8222;Erpressungsversuch&#8220;schnell vermittelt werden, dass dieses &#8222;Geschenk&#8220; abgegolten werden sollte durch einen Kauf. So kann stapelweise Ware neben dem Degustaionstisch das Gef\u00fchl des Unwohlseins ausl\u00f6sen. Wir sind nach dem Degustie\u00adren fast verpflichtet, die Ware mitzunehmen, ob wir uns dabei schlecht f\u00fchlen oder nicht. F\u00fcr den POS und das eigentlich gew\u00fcnschte Ergebnis ist es besser, wenn die Ware differenzierter dargestellt wird, ohne dass sich der Kunde gen\u00f6tigt f\u00fchlt nach der Degustation diese unbedingt kaufen zu m\u00fcssen. Das kongruente Bespielen &#8211; Die DNA des POS Was ist die DNA des POS? Um diese Frage beantworten zu k\u00f6nnen m\u00fcssen wir ein wenig ausholen. Vor \u00fcber 19 Jahren haben wir entdeckt, dass jeder Duft mit einem Farbcode behaftet ist. Das heisst, jeder Duft widerspie\u00adgelt f\u00fcr unser Empfinden auch eine Farbe. Wenn wir, wie vorg\u00e4ngig schon erw\u00e4hnt, Zimt als Beispiel nehmen, so baut die\u00adser Duft in uns ein W\u00e4rmegef\u00fchl auf. Folglich empfinden wir die Umgebung als w\u00e4rmer. Dieses Empfinden der W\u00e4rme wird durch den &#8222;Zimt-Botenstoff&#8220; im Gehirn ausgel\u00f6st, analog einem roten Licht, das uns anleuchtet. Provokativ k\u00f6nnte man sagen, dass die Haut ein &#8222;Sehorgan&#8220; ist, weil Blinde beim Einbringen von rotem Licht in einen Raum diesen als w\u00e4r\u00admer empfinden, obwohl die Raumtemperatur nicht zugenommen hat, das &#8222;Rot&#8220; also mit W\u00e4rme in Verbindung gebracht wird. Diese Beobachtung hat uns interessiert und dazu gebracht, unsere Forschung auf diesem Gebiet zu intensivieren, um mehr dar\u00fcber zu erfahren. Unsere grundlegende Frage dabei war, ob dieses Empfinden der Farbe auf alle Sinnesorgane umgelegt werden kann. Dass dies beim Geschmackssinn zutreffen wird haben wir schon von vorne herein vermutet. Wie verh\u00e4lt es sich aber mit der Haptik? Auch hier fanden wir teilweise \u00e4hnliche Verbindungen zu den Farben. Bei Versuchsanordnungen wurde Metall bei der Ber\u00fchrung als k\u00fchl wahrgenommen! In einem weiteren Schritt musste dann dem Metall eine Farbe zugeordnet wer\u00adden ohne dass man das Metall sehen konnte. Fast 100% der Versuchspersonen ordneten bei der Ber\u00fchrung des Metalls die Farbe blau zu. Das heisst f\u00fcr uns, wenn wir Metall ber\u00fchren, ist das emotional gesehen, dasselbe wie blaue Farbe an\u00adzusehen! Wir empfinden beim F\u00fchlen wie beim Sehen ein k\u00fchleres Bild des Objektes. Bei der Ber\u00fchrung eines Holzes empfinden wir meistens kaum eine Temperaturver\u00e4nderung. Bei Ber\u00fchrung von Wolle empfinden wir eine w\u00e4rmende Wir\u00adkung. Das heisst Wolle wird mit der Farbe Rot in Verbindung gebracht. Nun war die Frage, ob wir sogar bei Kl\u00e4ngen oder Musik \u00e4hnliche Verhaltensmuster finden w\u00fcrden? Auch da fanden wir wieder \u00e4hnliche Verbindungen. So wird eine Klangabfolge, die in einer Taktfrequenz unterhalb unseres Pulses liegt, als blau oder gr\u00fcn empfunden, eine &#8222;Rote Taktfrequenz&#8220; liegt jedoch zwischen 90 und 120 Takten.<\/p>\n<p>Heute vertreten wir die Meinung, dass eine Bespielung des POS \u00fcber den Farbcode besonders wirkungsvoll ist. Alle emo\u00adtionalen Reize wie Farbe, Licht, Klang, Duft, Materialien usw. k\u00f6nnen \u00fcber den Farbcode genau eruiert werden. Die ei\u00adgentliche Aufgabe ist es nur herauszufinden, welche Emotionen wir vermitteln wollen und welche emotionale Ansprache wahrscheinlich unser Kunde w\u00fcnscht. Der Kunde als K\u00e4ufer soll sich am POS besonders wohl und verstanden f\u00fchlen. Er soll die Botschaft \u00fcbermittelt bekommen, die Ihn in seiner Entscheidung positiv stimmt. Auch wir sollten unsere Position und unsere Botschaft genau definieren, damit der Kunden uns auch verstehen kann.<\/p>\n<p>Deshalb m\u00fcssen wir die drei Fragen beantworten: Wer sind wir? Was ist unserem Kunden wichtig? Wie wollen wir wahrgenommen werden? Aus diesen Fragen m\u00fcssen wir unsere Ver\u00admittlungskompetenz definieren und mit Hilfe der Farbmethodenanalyse (FMA) \u00fcbersetzen. Diese Definition wird anhand von vorgegebenen \u00fcber 150 Attributen festgelegt. Diese Kompetenzen (Attribute und Werte) werden in Farben \u00fcbersetzt, dazu dient auch die Farbenlehre (die Lehre der Farbe als physiologisches Ph\u00e4nomen.) die Folge: Ein emotionaler Farbcode ent\u00adsteht.<\/p>\n<p>Das Ziel dabei ist, dass am Ende jede Sin\u00adneswahrnehmung am POS die festgeleg\u00adten Werte der Attribute kommunizieren. Daraus entsteht eine sinnes\u00fcbergreifende Kongruenz. Ein Wohlf\u00fchlen ohne st\u00f6rende Botschaften wird erreicht.<\/p>\n<p>Verfasser: Beat Grossenbacher Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Inhaber Air Creative AG und GmbH Air Creative AG &#8211; Ferggerweg 5 &#8211; CH-3380 Wangen an der Aare &#8211; Telefon 0041 32 631 29 56 &#8211; Fax 0041 32 631 11 85 <a href=\"mailto:info@aircreative.com\">info@aircreative.com<\/a> &#8211; <noindex><a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.aircreative.com\" title=\"Raumbeduftung, Duftmarketing, Luftveredelung\" >www.aircreative.com<\/a><\/noindex><\/p>\n<p>Luftveredelung, Duftmarketing,<\/p>\n<p>Kontakt: Air Creative GmbH Beat Grossenbacher Gewerbestrasse 13 79618 Rheinfelden +41 32 510 50 80 bgrossenbacher@aircreative.com http:\/\/www.aircreative.com<\/p>\n<p>Keywords: Raumbeduftung,Duftmarketing,Multisensorik,Neuromarketing,Air Creative,f\u00fcnf Sinne<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 &#8222;5 Sinne &#8211; 1 Erlebnis&#8220; Nicht das Auge kauft ein, sondern das Gehirn, dass die Umwelt mit allen Sinnen wahrnimmt! D\u00fcfte und Ger\u00fcche, Kl\u00e4nge, Haptik machen den Kauf zum Erlebnis. Die Multisensorik und das so genannte Neuromarketing sind zur Zeit hoch im Kurs. Forschung aber auch die Industrie hat anscheinend erst jetzt entdeckt, dass<\/p>\n","protected":false},"author":89,"featured_media":6933,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[327],"tags":[435],"class_list":["post-6932","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-marktinformationen","tag-default"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.onlineshops-finden.de\/nachrichten-online-shop\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6932","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.onlineshops-finden.de\/nachrichten-online-shop\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.onlineshops-finden.de\/nachrichten-online-shop\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.onlineshops-finden.de\/nachrichten-online-shop\/wp-json\/wp\/v2\/users\/89"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.onlineshops-finden.de\/nachrichten-online-shop\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6932"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.onlineshops-finden.de\/nachrichten-online-shop\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6932\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.onlineshops-finden.de\/nachrichten-online-shop\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6933"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.onlineshops-finden.de\/nachrichten-online-shop\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6932"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.onlineshops-finden.de\/nachrichten-online-shop\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6932"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.onlineshops-finden.de\/nachrichten-online-shop\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6932"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}